Allergien – wenn das Immunsystem überreagiert

Warum?

Allergien nehmen in Zivilisationsgesellschaften leider zu. Vereinfacht gesagt ist ein Teil des Immunsystems sowohl für Parasiten und Würmer als auch für Allergien zuständig. Je zivilisierter wir sind und je weniger Parasiten wir haben, desto mehr entwickeln wir Allergien. Allergien sind auch erblich: Hat ein Elternteil eine Allergie, entwickelt das Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 50% ebenfalls eine Allergie; haben beide Eltern eine Allergie, ist die Wahrscheinlichkeit ca. 75%. Die wichtigsten Allergien sind Kontaktallergien (z. B. Nickel oder Amalgam), Inhalationsallergien (z .B. Heuschnupfen, Hausstaubmilben, Tierhaare), Insektengiftallergien (z. B. Biene, Wespe) und Nahrungsmittelallergien.

Allergien können sich hinter allergie-untypischen Symptomen verstecken wie z. B. Mundbrennen bei Allergie gegen Zahnprothesenstoffe oder Gaumenjucken bei Inhalationsallergien. Andererseits sind manche Symptome, bei denen Patienten regelmäßig Allergien vermuten, in der Regel nicht allergischer Ursache (z. B. Jucken im Gehörgang etc.).

Die Diagnose

Sie wird durch einen Hauttest am Unterarm oder Rücken ggf. zusammen mit einer Blutuntersuchung und einem Provokationstest gestellt. So viel versprechend sich manch andere Methode anbietet (z. B. Bioresonanz, Elektroakupunktur, Auspendeln etc.), so wenig bringen diese wissenschaftlich widerlegten Methoden mehr als den „Placebo-Effekt“.

Die Therapie

Neben der bekannten symptomatischen Therapie („Antiallergika“ z. B. gegen Heuschnupfen) bieten die Karenz (z. B. Meiden des Allergens durch häusliche Milbensanierung) und die Hyposensibilisierung für so manche Allergie eine gute Behandlungsmöglichkeit.

Wo?

Beide Ärzte der Gemeinschaftspraxis führen den Zusatztitel Allergologie und behandeln jährlich ca. 2000 Patienten mit allergischen Erkrankungen.